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Alerion
Sport & Bewegung

Zerrung: kühlen oder wärmen – und wann was?

Kurz gesagt

Die kurze Antwort vorab

Bei einer frischen Zerrung wird in den ersten Stunden bis Tagen meist Kälte eingesetzt. Erst in der späteren Phase, wenn keine Schwellung mehr besteht, wird Wärme oft als wohltuend empfunden.

Grundlagen

Was bei einer Zerrung passiert

Eine Zerrung entsteht, wenn ein Muskel über sein normales Maß gedehnt wird – häufig bei plötzlichen Bewegungen oder unzureichendem Aufwärmen. Der Bereich kann schmerzen, sich verhärten und anschwellen.

Kälte

Akute Phase – eher Kälte

Direkt nach dem Ereignis und solange der Bereich geschwollen oder überwärmt ist, wird üblicherweise Kälte eingesetzt. Sie wird als beruhigend empfunden. Wichtig: die Kompresse in ein Tuch wickeln, nie direkt auf die Haut.

Wärme

Spätere Phase – eher Wärme

Ist die akute Phase vorbei und steht eher muskuläre Verspannung im Vordergrund, wird Wärme häufig als angenehm empfunden und zur Lockerung genutzt.

Erste Hilfe

Erste Hilfe: die PECH-Regel

Bei frischen Sportverletzungen ist die PECH-Regel gebräuchlich: Pause (Belastung stoppen), Eis (kühlen, in ein Tuch gewickelt), Compression (leichter Druckverband) und Hochlagern. Sie dient der ersten Versorgung und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

Anwendung

So wendest du eine Kompresse an

Wickle die Kompresse in ein dünnes Tuch, lege sie nicht direkt auf die Haut und nicht auf offene oder gereizte Stellen. Etwa 15 bis 20 Minuten anwenden und bei Unwohlsein abnehmen.

Grenzen

Wann zum Arzt?

Bei starken Schmerzen, deutlicher Schwellung, einem hörbaren „Knacken“ bei der Verletzung oder wenn du den Muskel nicht belasten kannst, lass das ärztlich abklären.

Diese Hinweise ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden bitte ärztlich abklären.